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Kapitel 7: Geheimagenten von ALPHA1

 

Hinweis: Es handelt sich um eine Rohübersetzung. Die Überarbeitung ist “Work in progress!”

 

Wenn wir über Kleine Tyrannen sprechen, sprechen wir eigentlich über Agenten der Matrix, genauso wie es im gleichnamigen Film dargestellt wird. Das sollte der Leser immer im Kopf behalten. In anderen Worten: In nur einem einzigen Moment kann auf jedes Individuum ein “Agentenprogramm” hinuntergeladen werden, das es veranlasst, zum allerersten Mal als Kleiner Tyrann zu fungieren. Genauso gut kann ein Agent wieder “deaktiviert” werden, wenn er/sie nicht länger gebraucht wird, woraufhin das betreffende Individuum wieder ein friedvolles Leben führen kann und niemanden mehr belästigt, bis es erneut als “Agent” gebraucht wird. Jeder von uns kann wahrlich als Kleiner Tyrann im Leben eines Anderen aktiviert werden! Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch geringer, wenn jemand den Weg des Kriegers bzw. des STO Kandidaten (wie die C’s es nennen), eingeschlagen hat. Das ist so, weil es zur Abwehrstärke eines Kriegers beiträgt, wenn er/sie sich über die Möglichkeit zur eigenen Manipulation bewusst ist. Wie Don Juan vorschlägt, ist ein Hauptmerkmal eines Kriegers die Selbstüberprüfung. Ein Krieger ist selbstorientiert; aber nicht auf selbstsüchtige Art, sondern im Sinne totaler und kontinuierlicher Untersuchung des Selbst. Krieger führen laufend eine “strategische Inventur” in der Absicht, die eigene Selbstherrlichkeit auszuradieren, die ein Grund für die Anfälligkeit der Menschen für die Benutzung als “Agent der Matrix” ist.

Die Geschichte in diesem Kapitel wird unglaublich erscheinen, das kann ich garantieren. Wenn wir sie nicht selbst erlebt hätten, würden wir sie ebenfalls nicht glauben. Aber da Ark und ich Sammelratten sind und jedes jemals empfangene Email aufgehoben haben, jedes Stück Papier, jede Notiz – und Ark hat ein Journal vom Umfang von 30 Jahren – sind die Beweise, dass jedes Wort davon wahr ist, leicht verfügbar. Ich werde aus manchen dieser Quellen zitieren, aber nicht ganze Emails. Was der Leser beginnen wird zu sehen, ist der blankgelegte Mechanismus der Matrix. Der Anblick ist sowohl einschüchternd als auch befreiend. Mehr noch, man kann bestimmte Namen und Verbindungen entdecken, die immer wieder in Verbindung mit gewissen Aktivitäten auftreten.

Als die Cassiopaeaner auf die Bühne traten, wusste ich noch nicht, dass das Prinzip der Matrix teil davon ist, was ich lernen würde. Es ist gut, dass ich das Prinzip dieses Themas lernte, bevor der Film Matrix in die Kinos kam, denn sonst hätte ich es niemals geglaubt! Aber spätestens im Frühjahr des Jahres 1996 hatte ich das zugrunde liegende Prinzip begriffen, und – wie es so oft spielt – das Universum forderte mich sofort heraus, um das Gelernte einzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt war der hauptsächliche Kleine Tyrann meines Lebens mein Ex-Mann. Obwohl ich damals noch nicht Castanedas Das Feuer von innen gelesen hatte, wendete ich eine ähnliche Strategie wie Don Juan an und entkam der Situation, ohne meinem Ex jemals etwas Böses zu wünschen oder anzutun. Denn letztendlich muss es das Ziel sein, nicht selbst zu einem Kleinen Tyrann zu werden – voll von Zorn, Missgunst, selbstgerechter Empörung, und anderen energieabziehenden Emotionen. Ich war damals noch nicht wirklich ein Krieger, weil mich der Umgang mit diesem Tyrann fast umbrachte, obwohl er nur ein winzig Kleiner Tyrann war. Dass es mich fast umbrachte war wohl darin begründet, dass er sonst eine sehr gesetzte und fürsorgliche Person war. In ihm liefen einfach Programme ab, und es ist ziemlich sicher, dass mir meine Energie fast bis hin zum Tod entzogen wurde, aber er war niemals gemein oder boshaft. Er war einfach nur unbewusst. Aber das sind genau jene Menschen, die am einfachsten als Agenten benutzt werden können. Jeder, der diese Möglichkeit verneint, ist ein gefährlicher Begleiter für jemanden, der sich dessen gewahr ist. In ihnen kann der Agent ganz plötzlich aktiviert oder deaktiviert werden.

In der Zwischenzeit hatte Ark ebenfalls mit Kleinen Tyrannen umzugehen, und zwar intensiver als ich jemals zu träumen gewagt hätte. Er war Abteilungsleiter auf einer Universität. Er hatte Mitarbeiter und Budget zu verwalten und eine “Befehlskette” über und unter ihm. Er war auch mit einem nicht zu unterschätzenden Kleinen Tyrannen verheiratet; es benötigte also einige Überlegungen, damit wir strategisch günstig mit der Situation umgehen konnten. Seine Fähigkeiten waren in langen Jahren im Umgang mit der Tyrannei hinter dem eisernen Vorhang geschmiedet worden; er lernte die Kunst des Stalking1 also von Meistern. Er wusste nur nicht, dass Nachstellung auch aus der 4. Dichte heraus existiert.

Als die C’s uns miteinander in Kontakt gebracht hatten, ging die Matrix bzw. der Böse Magier bzw. das Kontrollsystem der 4. Dichte auf Hochtouren, um uns davon abzuhalten, unsere Kräfte zu vereinen. Wir haben bereits erwähnt, dass die Rolle von Kleinen Tyrannen veränderlich ist – sie sind lediglich das Werkzeug eines theologischen Grundes in unseren Leben. Wir werden das in den weiteren Kapiteln in Aktion erleben. Es hatte viel mit dem Rechtssystem Polens und Arks Bemühungen, dort eine Scheidung zu erreichen, zu tun. Schlussendlich mussten wir diesen Plan aber aufgeben und Ark erreichte eine Scheidung von Amerika aus. In seinem Leben gab es viele “Aktivierungen von Agenten”, die alle auch auf weltliche/herkömmliche Arten erklärt werden konnten.

Natürlich gibt es viele Personen, die vorgeschlagen haben bzw. vorschlagen werden, dass all das, was ich hier beschreibe, nur ein Teil einer umfangreichen menschlichen Verschwörung ist, und dass die dabei involvierten Individuen miteinander in Kontakt stehen und sich darüber auch “bewusst” sind. Aber ich bin mir sicher, dass der Leser einsehen wird, das dies ein derart umfangreiches Netzwerk von Verschwörern voraussetzen würde, das es einfach unmöglich ist, sich das vorzustellen. Ich hatte einmal eine Vision darüber, wie das im Prinzip funktionieren kann. Ich sah damals ein Bild von einem “Aufseher” der 4. Dichte, der an einer großen, mit Knöpfen, Hebeln und Schaltern versehenen Computerkonsole saß. Er hatte einen Bildschirm, auf dem er die menschlichen Vorgänge betrachtete. Alles, was er zu tun hatte, war das “Fadenkreuz” auf eine Person auf dem Bildschirm zu richten und zu beginnen, die Knöpfe und Hebel und Schalter zu drücken, um die Situation so mit verschiedenen Eingaben zu versorgen. Diese Machenschaften produzierten Schwingungen, die bestimmte Chemikalien in den Körpern und Gehirnen der Individuen auf dem Bildschirm ausschütteten. Es war eine fast unendlich große Zahl an Möglichkeiten verfügbar, wie man auf diese Art manipuliert werden konnte. Ich lachte natürlich über diese Vision, weil sie durchaus aus einem Comic stammen könnte. Aber ich sollte später lernen, wie sehr es danach aussieht, dass es tatsächlich so abläuft.

In dieser Dynamik schien es jedoch, dass gleichzeitig auch positive Einflüsse mitspielten. Es liegt in der Beobachtung der Aktivitäten der verschiedenen Spieler, dass sich das theologische Drama enthüllt.

Wo waren wir? Ach ja, Physiker trifft Channel und sie erkennen beide, dass der jeweils andere Der/Die Eine ist, nach dem/der sie Ausschau gehalten haben. Damit jedoch der Physiker tun kann, was getan werden muss, kann er nicht einfach seinen Job kündigen, das Land verlassen und die Vorsicht in den Wind schießen. Wenn überhaupt, muss er seine Handlungen kanalisieren. Alles muss ordnungsgemäß arrangiert werden, damit sowohl die Sicherheit beider Parteien, als auch deren Erfolg gewährleistet ist.

Die Leser, die Amazing Grace gelesen haben, erinnern sich vielleicht an die bizarre kleine Episode von den zwei “Wilburs”. Für jene, die sie nicht gelesen haben, zitiere ich hier diese kurze Passage aus Kapitel 42, bevor wir zur Hauptgeschichte zurückkehren, die sie sinngemäß verknüpft (diese Passage ist auch im Buch 2 von Die Welle nacherzählt):

Zu dieser Zeit begannen die Ereignisse rapid und unter merkwürdigen Synchronizitäten aufeinander zuzulaufen. Unterschiedlichste Themen meiner Vergangenheit begannen sich innerhalb von nur zwei Wochen in einem kohärenten Design auf Arten zu verflechten, die mich erstaunten.

Eines Tages läutete das Telefon. In der Leitung war ein Freund von mir, ein Privatdetektiv. Im Jahr 1993 arbeiteten wir bei einer Untersuchung eines Kindsmords zusammen. Er hatte eine Frage, die aber nichts mit diesem Fall zu tun hatte. Am Ende unseres Telefonats sprach er mich auf ein Gespräch an, das ich mit einem bestimmten Exekutivbeamten geführt haben soll. Dieses Gespräch fand aber nie statt.

“Wovon sprichst du”?

“Letzten Oktober habe ich dich angerufen, als er bei mir im Büro war”, meinte er, “und eines deiner Kinder hat gesagt, dass du im Spital bist. Ich hinterließ seine Nummer und eine Nachricht, damit du ihn zurückrufst. Ich dachte, du hättest das mittlerweile getan”.

Ich habe diese Nachricht niemals erhalten. Die Kinder mussten es vergessen haben. Ich wählte also die Nummer und hinterließ ihm eine Nachricht.

Ich nenne diesen Beamten hier “Marion Wilbore”. Ich wusste, dass “Marion” in der Vergangenheit ein durchaus verbreiteter Name für Männer war, der heute aber eher unüblich ist. Ich hielt das für merkwürdig. Außerdem war Wilbur der Name meines Bruders und Großvaters.

Zwei Tage später rief Marion Wilbore zurück. Es war sehr kurios, dass dieser Typ am Geburtstag meines Großvaters zurückrief, dem 11. Februar. Das wären zwei “Wilburs”.

Dann läutete das Telefon erneut. Dieses Mal war die Eigentümerin einer lokalen Bücherei, “Marion Wilson”, in der Leitung, um mir mitzuteilen, dass sie endlich eine Kopie von Velikovskys Welten im Zusammenstoß zum Verkauf verfügbar hätte, die ich für sieben Dollar haben konnte. Ich war wegen dem Buch so aufgeregt, dass ich sie bittete, es als “verkauft” zu markieren, bis ich vorbeikam um es abzuholen. Ich hatte ganze zwei Jahre erfolglos nach diesem Buch gesucht.

Erst als ich den Telefonhörer auflegt hatte, bemerkte ich das Muster: “Marion Wilbore? Marion Wilson? Zwei Marions? Zwei Wilburs? Was ist hier nur los?!”

Das Telefon läutete erneut. Ich wollte gar nicht abheben, aber entschied mich, es dennoch zu tun. Es war Sam, mein Cousin, den ich zum ersten Mal auf dem MUFON Treffen begegnete. Sam ist der zweite Vorname meines Großvaters, Wilbur. Auch er rief mich an um zu verkünden, dass er gerade eine Kopie von Velikovskys Buch Worlds in Collision in einer Kiste in seiner Garage gefunden hätte. Er wusste, dass ich danach suchte, und meinte, dass es mir gehöre, wenn ich es haben wolle!

Das war einfach ZU viel! Zwei “Marions”, zwei “Wilburs”, zwei Familiennamen, die mit “Wil” beginnen, zwei Kopien von Velikovsky nach zwei Jahren Suche, eines davon von jemandem, der den zweiten Vornamen von meinem Großvater als Familiennamen hatte.

Und das Ganze in nur einer halben Stunde!

Ich meine, wie gering, um Gottes Willen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei komplett voneinander unabhängige Leute mit dem Vornamen “Marion” und einen mit “Wil” beginnenden Familiennamen innerhalb weniger Minuten anrufen, um ein spezielles Buch anzubieten, nachdem man zwei Jahre gesucht hat?

Und wie gering ist die Wahrscheinlichkeit des Rests der Angelegenheit?

Ich schüttelte meinen Kopf, um die Gespenster in meinem Kopf loszuwerden. Ich war mir sicher, dass ich von “magischem Denken” überfallen worden war. Ich wusste zwar, dass es sehr seltsam werden würde, nur wusste ich noch nicht, wie seltsam.

Wie es so spielt, besuchte ich meinen Bruder Wilbur (er hört aber auf den Namen Tom) an jenem Tag, an dem Ark zum ersten Mal ein Transkript von den C’s gelesen hatte und sich folglich entschied, mir zu schreiben. Er schrieb aber erst am nächsten Morgen, “zufälligerweise” dem Geburtstag meines Bruders, den 5. Juli. Das ist der erste Wilbur.

Dann, am 16. Juli, elf Tage später – der zweite Jahrestag der ersten Transmission der C’s – passierte etwas sehr Seltsames.

Ark war auf einer Konferenz in Goslar, Deutschland. Er versuchte herauszufinden, wie er innerhalb der Parameter des Systems, in dem er zu funktionieren hatte, am besten nach Florida kommen konnte. Es sieht danach aus, als ob die C’s aktiv waren. Er schrieb:

Gesendet: Di, 16. Juli 1996 08:41:24
Von: ajad@physik…

Liebe Laura,

gestern hat eine Party stattgefunden und ich habe einen Physiker-Kollegen aus Gainesville getroffen. Er wird mich irgendwann nächstes Jahr für einen Monat oder zwei nach Gainesville einladen. Sehen wir, was passiert. Ich hätte sogar schon vor zwei Jahren dorthin reisen sollen. Ich hatte sogar schon ein Flugzeug gebucht, aber dann, aus einer gewissen Vorahnung heraus, stornierte ich alles. Ich verstand bis vor Kurzem nicht, warum. Aber nun muss ich gehen, um mich für meine Rede vorzubereiten.

ark

Sobald Arks Konferenzen des damaligen Sommers um waren und er sich wieder seiner Arbeit im Institut widmen konnte, begann Ark den Besuch durch ordentliche Kanäle auszuhandeln. Es war einige Monate, bevor der ganze Papierkram erledigt war.

Gesendet: Mo, 25. November 1996 11:34:49 +1
Von: ajad@physik…
Betreff: Neuigkeiten

Gute Neuigkeiten!

Ich habe mit dem Rektor gesprochen. Sie helfen mir – kein Problem! Es wird kein finanzielles Problem geben und auch kein Problem mit dem Visum. Und wie du bereits weißt, wird John ebenfalls mithelfen.

Es wurden Vereinbarungen zwischen den zwei Universitätsinstituten getroffen und ein erstes Datum für unser Treffen festgesetzt. Ark würde am 11. 2. in Tampa ankommen, dem Geburtstag meines Großvaters. Das ist der zweite Wilbur. Und dann begann es wirklich merkwürdig zu werden. Genau zwei Tage später erhielt Ark aus heiterem Himmel folgendes Email:

Gesendet: Mi, 27. November 1996 03:12:03 +0100
Von: L** E. S** [****]
An: Arkadiusz Jadczyk [ajad@ift****]
Betreff: Raum, Zeit und Materie

Sehr geehrter Herr Professor Jadczyk,

ich habe Ihre Publikationen über Ereignisgestützte Quantentheorie2 gelesen, die ich sehr mochte. Ich biete Ihnen Folgendes an: Die Zentraleuropäische Universität in Budapest veranstaltet einen Workshop über philosophische Fragen der Physik. Ich würde nun gerne wissen, ob Sie an einer Teilnahme interessiert sind! […] Mittwoch, 22. Jänner:

Alle entstehenden Kosten werden natürlich von der CEU getragen.

Hochachtungsvoll,

L****

Unabhängig des in Relation zum 11. 2. kuriosen Datums 22. 1., hatte Ark noch nie etwas über die Zentraleuropäische Universität gehört. Wer waren diese Leute und warum schrieben sie ihm urplötzlich? Warum würden sie ihn dafür bezahlen, wenn er relativ kurzfristig vorbeikommt, dort herumsitzt und eine Rede hält? Er wurde nicht einmal gebeten, eine Rede zu halten. Einfach nur herumhängen! Bei den später getroffenen Vereinbarungen war das wirklich eine Überraschung. Wer waren diese “New Kids on the Block”, die soviel Geld zu verteilen hatten?

Die Zentraleuropäische Universität wurde 1989 gegründet und von György Soros, einem philanthropen Milliardär mit weitsichtigen Ideen, mit Geldmitteln versehen. Ein Großteil seiner Philanthropie ist auf die Verbesserung des Netzwerkens zwischen den vormals hinter dem eisernen Vorhang liegenden Ländern und dem Westen ausgerichtet. Die Zentraleuropäische Universität ist sogar im Staat New York eingetragen und hat dort von der Bundessteuerbehörde den Status einer öffentlich geförderten Bildungseinrichtung nach § 501 (c) (3) – das ist eine umfangreiche Steuerbegünstigung – verliehen bekommen.

Nachdem wir das recherchiert hatten, sahen wir keinen Grund, dass Ark dort nicht teilnimmt. Außerdem hätte ich gerne ein paar Fotos von Budapest gesehen. Das Geld stimmte auch. Was geht schon über einen kleinen, sogar bezahlten Urlaub in einem schönen Hotel?

Nun kommen wir zu dem wahrlich merkwürdigen Ereignis in Budapest. Ja, es ist schon merkwürdig genug, zwei Tage nachdem eine zweimonatige Reise in die USA fixiert worden ist, eine Einladung nach Budapest zu bekommen; aber noch merkwürdiger waren die Umstände, unter denen die Einladung zugestellt wurde; den Köder des Geldes nicht zu vergessen. Aber all das kann man unter den Teppich kehren! Wer kennt schon die Wege des Universums, richtig?

Ark nahm den Zug nach Budapest. Nach seiner Ankunft wurde er abgeholt und in ein recht nettes Hotel in der Innenstadt gebracht. Sobald er sich dort eingerichtet hatte, rief er mich an, und hinterließ mir die Telefonnummer des Hotels. Die Universität war auf der anderen Seite der Stadt und im Hotel gab es keinen Internetanschluss, weswegen es nur wenige Emails aus diesen Tagen gibt. Wir diskutierten das meiste, was dort passiert ist, also über Telefon.

Am Abend des 23. war Ark bereits im Bett, als ihn das Hotelmanagement anrief. Der Hotelbedienstete fragte: “Sind Sie Dr. Jadczyk?” Ark sagte “Ja”. Ihm wurden weitere Fragen gestellt und er wurde dann gebeten, sich anzuziehen und nach unten zu kommen.

Als er unten ankam, wurde erneut gefragt, ob er Dr. Jadczyk ist. Nachdem er erneut mit “Ja” antwortete, wurde er gefragt, ob er irgendwelche Papiere vermisse. Er war sich sicher, dass das nicht so ist, denn er bewahrte seine Papiere – den Pass, die Geldbörse und die Kreditkarten – auf Reisen immer in einer Gürteltasche auf.

Nach einigem Herumdrücken brachte der Hotelbedienstete aber sowohl seinen Pass als auch seine Geldbörse und den Rest hervor. Es wurde behauptet, dass die Sachen im Computerlabor auf der Universität gefunden, und anschließend dem Hotelmanagement überreicht worden waren.

Diese Geschichte war so unwahrscheinlich, dass sie Ark nicht glauben konnte. Er sammelte seine Besitztümer wieder ein, ging ins Zimmer hinauf und rief mich sofort an. Die ganze Situation war absolut lächerlich! Erstens, wenn jemand die Sachen im Computerlabor gefunden hätte, und derart viel über den Besitzer wusste, dass er sie sogar ins richtige Hotel bringen konnte, warum rief diese Person dann nicht einfach Ark an und teilte ihm mit, dass seine Papiere gefunden wurden? Der Hotelangestellte verweigerte die Beantwortung der Frage, wer die Sachen gefunden hatte, und das war ebenfalls verdächtig.

Aber diese Version konnte nicht einmal annähernd erklären, wie die Papiere aus seiner Gürteltasche entfernt worden waren. Er war sich absolut sicher, dass er die Gürteltasche die ganze Zeit über angeschnallt hatte, dass er sie im Computerlabor nicht geöffnet hatte, dass er keinen Grund gehabt hatte, sie außer beim Einchecken ins Hotel zu öffnen, und dass die einzige Möglichkeit, sie zu entwenden, auf der Fahrt zum Hotel im öffentlichen Verkehr gewesen sein hätte können. Er war an diesem Tag länger auf der Universität geblieben, um mir aus dem Computerlabor ein Email zu schreiben, während alle anderen Gäste der Konferenz ins Hotel zurückgebracht wurden. Das war der Grund, warum er alleine im öffentlichen Verkehr reiste. Es war viel los gewesen, weswegen es für einen geschickten Langfinger nicht unmöglich gewesen wäre, die Papiere mitgehen zu lassen.

Warum sie aber zurückbringen? Und warum nicht direkt aufs Zimmer, um sie persönlich zu übergeben? Warum das große, offizielle Drama rund um das Ankleiden und das Hinunterkommen und das Identifizieren, obwohl das Hotelmanagement wissen hätte müssen, dass sie sein Eigentum sind? Nicht zuletzt hatte er mit den Papieren ins Hotel eingecheckt – sie wussten Namen und Zimmernummer.

Die ganze Angelegenheit stank bis zum Himmel. Ich entschied mich, die C’s zu befragen:

F: (T) Beobachtet die Regierung [Ark]?

A: Ja. […]

F: Beobachtet ihn die US Regierung? Oder hat sie zumindest seine Handlungen registriert? Man sollte darüber nachdenken; immerhin wurde er zu der Konferenz eingeladen.

A: Das mag schon seit langem zutreffen, lange bevor alledem.

F: (T) Sie beobachten ihn, weil er ein hoch angesehener europäischer Wissenschafter ist; sie beobachten jeden. Aber denkt einmal nach; er ist zur Konferenz eingeladen worden, und du hast gefragt, was neben seiner Expertise der Grund für diese Einladung gewesen ist.

A: Wenn ihr in dieser Sache um Rat bittet, werden wir nur das sagen: es ist möglicherweise am Besten, wenn während des Kommunizierens alle, und wir meinen tatsächlich alle, Energien auf diese Angelegenheit und die darin innewohnende Ernsthaftigkeit konzentriert werden. Für Angelegenheiten der “Zukunft” und des Herzens wird später mehr “Zeit” sein. Ihr müsst die lauernden, potentiell extremen Gefahren verstehen, ein für alle Mal!!!!! […]

F: (T) Die Verbände und die wissenschaftliche Gemeinschaft wollen sicherstellen, dass Ark nicht etwas hinter ihrem Rücken unternimmt. Liegen wir bezüglich der Papiere, dem Pass und der Kreditkarten richtig?

A: Teilweise.

F: (L) Was ist mit dem Pass und den Kreditkarten passiert?

A: Untersuchung, Kodierung und Abänderung zum Zwecke der Überwachung.

F: (L) Wo haben sie sie entfernt? Wo haben sie sie hingebracht? Wo war er, als sie entfernt wurden?

A: Sitzend in der Menge.

F: (J) Wann wurden sie ersetzt? (L) Sie wurden nicht ersetzt, sie wurden ihm am Schalter zurückgegeben. (J) Ah, richtig. (L) Wer nahm sie? (J) Wer brachte sie zurück?

A: Agent von Alpha 1.

F: (T) Möglicherweise ein Regierungsprogramm. (J) Ihres, oder unseres? (L) Sie arbeiten alle zusammen.

A: Beide.

F: (L) OK, wäre es ratsam für ihn, wenn er neue Karten bestellt?

A: Nein!!!

F: (T) Es würde keine Rolle spielen. Unabhängig davon: wenn er das tut, dann wissen sie, dass er es weiß! Dann geben sie ihm ein weiteres markiertes Set!

A: Wissen schützt und… Unwissenheit gefährdet!

F: (L) Was wollten wir noch alles über diese Situation wissen? Versuchte Ark mir mitzuteilen, dass er in Gefahr ist, als er mir über die Karten und den Papierkram erzählt hat? War er sich der Situation bewusst?

A: Spürte etwas Verdächtiges aber diagnostizierte teilweise falsch.

F: (J) Warum wurde er am Telefon in seinem Zimmer so intensiv befragt?

A: Um Gewahrsein auszuloten.

F: (L) Überwachen sie meine Anrufe zu ihm, jeden Tag?

A: Ja.

F: (T) Sie überwachen sogar die Anrufe nach Kanada und zurück, obwohl wir Nachbarländer sind. Wir sind dasselbe Land, es gibt eine offene Grenze, und sie überwachen trotzdem. (J)Überwachen sie all deine Telefonanrufe? (L) Wahrscheinlich.

A: Manchmal überwachen “sie” sogar diese Kommunikationen. Vor längerer Zeit teilten wir euch mit, wie heute existierende Technologie so etwas wie Telefonbelauschungen, als nur ein Beispiel, total, komplett und im lachhaften Ausmaß überflüssig machen.

F: (L) Sollte ich besser versuchen, ihm das entweder per Telefon oder per email mitzuteilen?

A: Zwecklos.

F: (T) Du musst das nicht tun. Er muss sich dessen selbst gewahr werden, und von dem, was du uns bereits erzählt hast, wissen wir, dass er etwas ahnt. Die Sache mit Scientology muss ihn förmlich weggeblasen haben… woher würde das kommen?

A: Annahmen. Gewahrsein muss erhöht werden. Und wir müssen euch mitteilen, dass die Technologien der “geheimen Weltregierung” ungefähr 150 Jahre dem voraus ist, worauf ihr heute Zugriff habt.

F: (L) Warum ist es zwecklos, wenn ich versuche, ihm das mitzuteilen? Warum habt ihr mit dem Wort “zwecklos” geantwortet?

A: Das haben wir nicht gesagt. Es ist nicht zwecklos ihn zu warnen, dass er besser seine Achtsamkeits- und Vorsichts-Skalen pfiffiger einstellt. Es ist bloß zwecklos, ihn mit Details zu leiten oder zu einer “List” zu greifen. Denn wenn deine Gedanken wie eine Morgenzeitung gelesen werden können, welchen Zweck hätte das dann?

Und so fanden wir den ersten Hinweis direkt unter unserer Nase, dass uns tatsächlich irgendetwas beobachtet, und merkwürdige Dinge hinter den Szenen ablaufen, selbst wenn es nur ein eher kleiner, seltsamer Vorfall war. Aber es sollte noch viel gräßlicher werden. Kleine Tyrannen lauern überall.

Der Sparringskampf hatte begonnen.